Lot 2665. ADOLF DE HAER 1892 Düsseldorf - 1945 Osnabrück Am Strand

Sold:€ 3 300
Auction date:17.03.2018   11:00
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Lot 2665ADOLF DE HAER 1892 Düsseldorf - 1945 Osnabrück Am Strand
ADOLF DE HAER 1892 Düsseldorf - 1945 Osnabrück Am Strand Öl und Farbkreide auf Leinwand. 151 x 121 cm (R. 155,5 x 126 cm). Signiert und datiert unten links 'A. de Haer 40.'. Verso: Auf Keilrahmen bezeichnet und betitelt. Der Maler und Grafiker Adolf Josef Maria de Hear (1892 Düsseldorf - 1945 Osnabrück) erlangte bereits früh Bekanntheit durch sein Mitwirkens in der Künstlervereinigung 'Das Junge Rheinland', aus der später 'Die Rheinische Sezession' hervorging. Seine künstlerische Tätigkeit wurde durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt, so erhielt er unter anderem 1921 den Dürerpreis der Stadt Nürnberg und 1928 den Industriepreis der Stadt Düsseldorf. Sein Oeuvre aus den 1920er Jahren konzentrierte sich im Wesentlichen auf landschaftliche Motive in Schwarz-Weiss. Diese frühen Werke werden zumeist dem Stil des Rheinischen Expressionismus, mit Aspekten des Kubismus, zugeordnet. Im weiteren Verlauf seines Schaffens widmete de Haer sich bevorzug der Stillleben und Aktmalerei, gekennzeichnet von zarter Farbigkeit und Nähe zum Sujet. Während der ausgehenden 1930er und 1940er Jahre entstand ein Großteil seiner Werke in de Haers damaligem Wohnort Kaiserswerth. Auch zu dieser Zeit war das Interesse an seinem Schaffen ungebrochen und der Künstler auf zahlreichen renommierten Ausstellungen präsent. Bereits 1925 war de Haer auf der Sonderausstellung des Kunstvereins und in der großen Kunstausstellung Düsseldorf an der Seite von Lovis Corinth, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka und Wassily Kandinsky vertreten. Unter der Schirmherrschaft Max Slevogts und Max Liebermanns folgte 1931 die Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Essen. 1934 wurde er auf der Frühjahrsausstellung der Preussischen Akademie der Künste in Berlin gezeigt, sowie 1936 im Kunstverein Hamburg und 1937 im Kunstverein Hannover. Im selben Jahr war er erneut auf der Großen Kunstausstellung Düsseldorf vertreten. 1940 wurde das Gemälde ''Am Strand'' in der Rheinischen Kunstausstellung Berlin gezeigt, sowie weitere Werke (u.a. ''Badende Mädchen am Rhein'') auf der Herbstausstellung der Düsseldorfer Kunsthalle. 1941 wurden Arbeiten de Haers gemeinsam mit denen bekannter Künstlerkollegen wie Otto Modersohn und Milly Steger im Karl-Ernst-Osthaus Museum Hagen gezeigt und im selben Jahr an der Seite von Max Clarenbach, Arno Breker und Heinrich Hermann in der Düsseldorfer Kunsthalle. Zwischen 1939 und 1942 erschienen ausgewählte Arbeiten, so z.B. ''Oma und Opa Santen'', in der Duisburger Kunstsammlung und mehrfach auf der ''Großen Deutschen Kunstausstellung München'' im Haus der Deutschen Kunst. Auch waren de Haers Werke Teil der Schauen zu zeitgenössischer rheinischer Kunst in diversen internationalen Sammlungen, u.a. 1941 im Wiener Künstlerhaus, 1942 im Palast der schönen Künste Brüssel, im Mauritzhuis Den Haag, sowie 1943 im Palazzo Strozzi in Florenz und in den Taidehalli Helsinki. Auch nach de Haers Tod blieb das Interesse an seinem künstlerischen Schaffen ungebrochen. Insbesondere seine weiblichen Akte und Strandszenen waren beim Publikum gefragt. In einer Gedächtnisausstellung 1946 im Hetjens-Museum Düsseldorf wurden Aquarelle badender Mädchen neben Werken großer Künstler des frühen 20. Jahrhunderts wie Paul Klee und August Macke ausgestellt. Zwischen 1988 bis 1989 schließlich führte die Wanderausstellung ''Deutscher Expressionismus 1915-1925'' Werke de Haers von Californien über Halle nach Düsseldorf und Texas. Die nachfolgenden Arbeiten repräsentieren de Haers motivischen Schwerpunkt der Zeit um 1940. Sie stammen aus dem Nachlass Melitta Fichters, der Nichte des Künstlers. Unter ihrer Initiative wurde ein Großteil des Oeuvres Adolf de Haers 1992 in einer umfangreichen Gedächtnisausstellung in Kaiserswerth zusammengetragen. Noch heute sind seine Werke Teil renommierter, nationaler und internationaler Sammlungen wie der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf, dem Kunstmuseum Mühlheim, dem Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt, der Kunstsammlungen Nürnberg und Passau, sowie dem LA County Museum of Art (USA). Rahmen. Provenienz: Rheinische Kunstausstellung Berlin 1940 (Abgebildet in 'Weltkunst' vom 15. Sept. 1940); Gedächtnisausstellung Kaiserswerth 1992; Künstlernachlass Melitta Ficher (Kaiserswerth).

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