Carl Spitzweg

Los 1519
AuctioneerKunstauktionshaus Schloss Ahlden GmbH
VeranstaltungsortDeutschland, Ahlden(Aller)
Aufgeld25.0%
ID 1566501
Los 1519 | Carl Spitzweg
Schätzwert
€ 9 500 – 19 000
Carl Spitzweg
(1808 München - 1885 ebenda)
"Gefallene Wettertanne". Originaltitel
In fein nuancierter, toniger Palette und lasierendem, teils breitem Pinselstrich schildert der Künstler eine umgefallene, verrottende Wettertanne mit abgebrochener Spitze. Aus dem linken, dunklen Grund ragt der liegende, wild umwachsene Stamm, der seiner Äste beraubt wurde und nur noch bizarre Astansätze aufweist, in den rechten Vordergrund hinein, der merklich heller wird. Dieses um 1838 entstandene Blatt wird eindeutig dem Frühwerk Spitzwegs zugeordnet und stellt eine von zahlreichen Baumstudien im Oeuvre des Künstlers dar. Besonders in dem Skizzenbuch aus den Jahren 1836-1838 finden sich einige vergleichbare Studien, die der Künstler im Berchtesgadener und Salzburger Land fertigte. Um der damaligen epidemischen Cholera zu entfliehen, wanderte Spitzweg - ausgerüstet mit reichlich Zeichenmaterial - ins Gebirge, wo er mit Zeichenstift und Ölfarbe etliche Detailstudien zu Bäumen fertigte. Diese spezifische Kombination aus Zeichenkunst und Malerei ermöglichten ihm eine besondere Betonung der Tiefenräume, eine feingliedrige Nuancierung in reduzierter, toniger Farbigkeit und eine stete kompositorische Abhängigkeit von Linie und Fläche. Öl/Papier, kaschiert auf Karton (16,5 cm x 31,2 cm), kaschiert auf Passepartoutkarton (ehemals Tischlerplatte?). L. u. Nachlassstempel (senkrecht, Lugt 2307). Wvz. Wichmann 77. 16,4 cm x 30,9 cm. Rahmen.
Gutachten von Adolf Alt, München, 27. Juni 1934; Materialtechnischer Untersuchungsbericht von Dr. Hermann Kühn, München, 30. April 1987.
Wir danken Herrn Detlef Rosenberger, Oberostendorf, für die freundlichen Informationen. Das Werk wird von ihm in das digitale Werkverzeichnis der Gemälde Spitzwegs aufgenommen.
Lit.: Siegfried Wichmann: Carl Spitzweg. Verzeichnis der Werke - Gemälde und Aquarelle, Stuttgart 2002, S. 134, Nr. 77 (mit Abb.).
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Nachlass der Familie Moralt; Galerie Helbing (1934); Süddeutscher Kunsthandel (1957); Norddeutscher Privatbesitz (1960er Jahre); Bödiger, Auktion 175 am 04. Oktober 1972, Bonn, Los 834; Galerie Rudolf v. Horwarth, Heidelberg (1980); Privatsammlung Hannover; Auktionshaus Mette, Hamburg, 06. November 2013, Los 464; Süddt. Privatsammlung; Neumeister, München, 29. März 2017, Los 337; Privatbesitz.
Oil on paper, laid down on cardboard, circa 1838. Estate stamp (Lugt 2307). Expertise by Adolf Alt, Munich, 27 June 1934. Mentioned in the catalogue raisonné by Siegfried Wichmann no. 77, p. 134.
Adresse der Versteigerung Kunstauktionshaus Schloss Ahlden GmbH
Große Str. 1
29691 Ahlden(Aller)
Deutschland
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