ID 1436203
Los 460 | Nicola Samorì. False Forest
Schätzwert
€ 30 000 – 50 000
1977 Forli
Titel: "False Forest".
Datierung: 2012.
Technik: Mischtechnik auf Leinwand.
Maße: 280 x 200cm.
Bezeichnung: Signiert, datiert und betitelt verso oben mittig: SAMORI 2012 - FALSE FOREST -.
Provenienz:
- LARMgalleri, Kopenhagen
- Privatsammlung Dänemark
- Privatsammlung Norddeutschland
Ausstellungen:
- Tableau, Kopenhagen 2018
- Schlüsselwerk innerhalb Samorìs malerischer Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte
- Komplexes Werk im Spannungsfeld von Schönheit und Dekonstruktion
Nicola Samorì zählt zu den eigenwilligsten Stimmen der zeitgenössischen Malerei. Sein Werk kreist um das Spannungsverhältnis von klassischer Schönheit und gezielter Zerstörung, von Anmut und Verstörung. Mit höchster technischer Präzision greift Samorì auf das visuelle Repertoire der Kunstgeschichte zurück - vor allem auf die barocke Malerei -, um es zugleich zu hinterfragen, aufzubrechen und in neue Bildwelten zu überführen.
"False Forest" aus dem Jahr 2012 ist ein exemplarisches Werk innerhalb dieses Ansatzes. Auf den ersten Blick erinnert das großformatige Gemälde in seiner malerischen Tiefe und Komposition an die Bildsprache des Barock. Doch die vermeintlich harmonische Oberfläche ist durchzogen von Rissen, Abschabungen und Übermalungen. Die "falsche" Natur des Waldes im Titel verweist auf eine Illusion - oder auf eine bewusste Täuschung, eine inszenierte Anmutung von Natürlichkeit, die sich bei näherer Betrachtung als trügerisch erweist. Die dunklen Töne und die subtile Lichtführung erzeugen eine fast theatralische Stimmung, die durch die verletzte Oberfläche gebrochen wird. Was hier geschieht, ist keine Zerstörung im eigentlichen Sinne, sondern eine Offenlegung: Die malerische Geste dringt in tiefere Schichten vor, legt darunterliegende Ebenen frei und verwandelt das Bild in ein lebendiges Gewebe aus Vergangenheit und Gegenwart.
"False Forest" steht exemplarisch für Nicola Samorìs Auseinandersetzung mit der Malerei als Medium der Enthüllung. Die Zerstörung der Oberfläche ist hier kein Akt der Verneinung, sondern ein Mittel, um verborgene Schichten freizulegen - bildlich wie konzeptuell. So wird das Gemälde zu einem Ort der Durchlässigkeit: Vergangenheit und Gegenwart, Abbild und Abstraktion, Kontrolle und Geste fließen ineinander. In dieser komplexen Verwebung liegt die besondere Intensität der Arbeit - eine Intensität, die nicht erklärt, sondern erfahren werden will
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| Angewandte Technik: | Gemischte Technik |
|---|---|
| Kategorie des Auktionshauses: | Zeitgenossische Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle |
| Angewandte Technik: | Gemischte Technik |
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| Kategorie des Auktionshauses: | Zeitgenossische Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle |
| Adresse der Versteigerung |
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