Pendule "Amor als Honigdieb mit Venus". Frankreich, Paris Louis XVI., um 1780 Uhrwerk Arnould Simon, auch Simons (Meister 1780)

Los 84
25.03.2026 14:00UTC +02:00
Classic
Gebotsannahme für diese Auktion geschlossen
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AuctioneerKunstauktionshaus Neumeister
VeranstaltungsortDeutschland, München
Aufgeld30%
ID 1549979
Los 84 | Pendule "Amor als Honigdieb mit Venus". Frankreich, Paris Louis XVI., um 1780 Uhrwerk Arnould Simon, auch Simons (Meister 1780)
Schätzwert
€ 4 000 – 6 000
Feuervergoldete, ziselierte Bronze, Carrara Marmor. Signiert "Simons A PARIS". Originales Acht-Tage-Werk mit Ankerhemmung, Fadenaufhängung des Pendels, Stundenschlag zur vollen und halben Stunde auf eine Glocke. 1 Schlüssel vorhanden. rest. , min. best (Plakette vorne wohl ergänzt). H.38 x 30,5 x 18 cm.

Die Pendule zeigt seitlich des Uhrwerks links die vollplastische Figur des Amor, hier als Honigdieb dargestellt, und rechts die Figur der Venus. Venus und Amor sind zentrale Figuren der römischen Mythologie, wobei Venus die Liebe und Schönheit und Amor die entfachende Kraft der Liebe repräsentiert, oft als Mutter-Sohn-Paar in der Kunst, insbesondere auf Gemälden dargestellt. Im Kunsthandwerk ein beliebtes Thema des Empire, bei dieser Pendule handelt es sich um eine frühe Ausführung aus der Epoche des Louis XVI.

Auf einem querovalen, gestuften Marmorsockel mit vier gedrückten Kugelfüßen die stehende, bewegte Figur des geflügelten Amor mit linkem angewinkelten Bein, stehend auf einer Wolken-Plinthe, auf der sein Köcher mit den Liebespfeilen liegt, hinter ihm ein Bienenkorb. Mit erhobenen, zusammengeführten Händen zeigt er seiner Mutter den rechten Zeigefinger, an dem er von einer Biene gestochen wurde. Auf der anderen sitzt die entblöste, nur von einem Lendentuch bedeckte Venus mit zwei Tauben als heilige Vögel der Göttin der Liebe. Ihre rechte Hand erhoben mit gestrecktem Zeigefinger, den kleinen Sohn Amor ermahnend. Beim griechischen Dichter Theokrit wird Amor als naschsüchtig und als Honigschlecker bezeichnet. Bei einem seiner Diebeszüge wird er von einer Biene gestochen und beklagt sich bei seiner Mutter. Diese weist jedoch die Klage zurück und ermahnt ihn, wie hier, er erfahre nun am eigenen Leibe, wie schmerzhaft wohl die Wunden seien, die er den Menschen und auch Göttern mit seinen Liebespfeilen zufüge. Die verursachende Biene sitzt auf dem bekrönenden Blumen- und Früchtekorb des von einem Blütenkranz umrahmten Uhrwerks.

Gutachten Michael Nolte Münster 30.06.2004 (Kopie)
Adresse der Versteigerung Kunstauktionshaus Neumeister
Barer Str. 37
80799 München
Deutschland
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