Lot 309. Feather fan with white ostrich feathers

Sold:€ 3 810
Auction date:23.09.2020   17:00 UTC +01:00
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ID 402296
Lot 309 | Feather fan with white ostrich feathers
580/-, gestempelt. Wiener Feingehaltspunze mit Kontrollstempel ab 1872. Auslandspunze. Juwelierpunze JP. Ca. 116 Diamantrosen, zusammen ca. 1,1 ct. 6 Saphire im Cabochonschliff, zusammen ca. 6 ct. 18 Perlmuttstäbe, davon 15 mit weißen Straußenfedern. 3 Perlmuttstäbe abgebrochen. 1 lose Feder, 2 lose Federn mit Perlstäben. L. ca. 46,5 cm. Dabei: Originaletui mit Inschrift und Signatur von Fürstin Margarete Klementine von Thurn und Taxis. Bereits in allen Kulturen der Antike zum profanen Gebrauch bekannt, begann die große Zeit des Federfächers im 16. Jahrhundert. In Venedig wurden die prächtigsten Exemplare gefertigt. Sie bestanden aus zwei bis acht Federn, die von Staußen, Pfauen, Adlern, Fasanen oder Marabus stammten. Die Kunst der Venezianer Federn passend zu den prunkvollen Seiden- und Prokatkleidern einzufärben, war ebenso berühmt wie ihre Fertigkeit Federn phantasievoll zu montieren. In allen europäischen Ländern waren diese Fächer heiß begehrt. Königin Elisabeth I. von England war so begeistert von ihnen, dass sie erklärte ein Fächer sei das einzige Geschenk, das eine Herrscherin von ihren Untertanen annehmen könne. Die frühen Bildnisse zeigen sie mit Federfächern verschiedener Formen. Auf zahlreichen Porträts der 2. Hälfte 16. Jahrhunders und vor allem der 1. Hälfte 17. Jahrhunders tragen auch Damen bürgerlichen Standes stolz dieses wichtige Accessoire. Frühe Beispiele sind die um 1565 bzw. 1570 entstandenen Lavinia-Bildnisse Tizians in Dresden und Wien. Seit 1620 taucht auf den Bildnissen zunehmend der Faltfächer auf, der Federfächer wird nach Mitte des 17. Jahrhunders kaum noch getragen. Seine große Zeit kommt erst wieder Ende des 19. Jhs, wie zahlreiche Fotos von hochgestellten weiblichen Persönlichkeiten zeigen. Auch Fürstin Margarete von Thurn und Taxis hatte offensichtlich eine Vorliebe für Federfächer. Auf einigen Fotos trägt sie diese meist zur großen Ballrobe. Provenienz: Fürstin Margarete von Thurn und Taxis. SvP

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