GERHARD RICHTER

Starting price:€ 175 000
Auction date:26.05.2017   12:00
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Lot 196**GERHARD RICHTER
"GERHARD RICHTER 1932 Dresden - lebt und arbeitet in Köln und Düsseldorf TRIOLOGIE - VERMALUNGEN GRAU Öl auf weißem Kunststoffpapier, mit Fingern vermalt. Jeweils 39,5 x 39,5 cm. Ein Exemplar rückseitig signiert und datiert 'G. Richter 1971' sowie rückseitig mit Exemplarnummern versehen '52/150', '99/150', '122/150'. Verso: Mit einem alten Museumsetikett versehen 'gerhard richter; ohne farbe | without color; museum franz gertsch; Burgdorf/ CH; 05.02.-08.05.05'. Jeweils hinter Glas gerahmt. ''Grau ist doch auch eine Farbe, und manchmal ist sie mir die Wichtigste.'' (Gerhard Richter in einem Interview, Deutsche Zeitung, Stuttgart, 1972) Gerhard Richter, einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, verzichtet in einem Großteil - und im besonderen Maße in seinen frühen Werken, wozu auch seine Vermalungen in Grau gezählt werden können - auf das, was die Malerei seit Anbeginn auszumachen scheinTiefe: Die Multicolor-Farbigkeit. Hingegen weist er der Farbe Grau einen zentralen Stellenwert zu: Ihre Monochromie reduziert jede emotionale Wahrnehmung auf ein Minimum und erzeugt eine gewisse Position der Distanzierung. Richter selbst betont die neutrale Funktion jener Farbe wie folgTiefe: ''Grau. Es hat schlechthin keine Aussage, es löst weder Gefühle noch Assoziationen aus [...]. Und es ist wie keine andere Farbe geeignet, 'nichts' zu veranschaulichen. Grau ist für mich die willkommene und einzig mögliche Entsprechung zu Indifferenz, Aussageverweigerung, Meinungslosigkeit, Gestaltlosigkeit.'' (Gerhard Richter in einem Brief an Edy de Wilde, 23.2.1975) Dabei greift er das Prinzip der Monochromie immer unterschiedlich auf, indem er unter anderem bei der Wahl der Farbmaterie und des Farbauftrags variiert. Gerhard Richter hat bei seiner hier abgebildeten Triologie seiner Vermalungen in Grau, die in hohem Maße auch die abstrakte Malerei reflektieren, die flüssige Farbmaterie des Öls mit seinen Fingern auf den Blättern verteilt, wodurch unmittelbar auf den Künstler und seine die Werke produzierende Hand verwiesen wird. Dadurch entstehen Exemplare mit komplexen, labyrinthähnlichen Verflechtungen und unregelmäßigen grauen Farbbahnen - denen gerade hierdurch ein unikathafter Charakter verliehen wird. Literatur: Spieler, Reinhard (Hrsg.): Gerhard Richter. Ohne Farbe. Without Color. Museum Franz Gertsch, 2005, S. 66/67. Provenienz: Sammlung Nicolina Pon."

---Bei Objekten, die durch einen Stern (*) als regelbesteuert vermerkt sind, wird auf den Zuschlag ein Aufgeld von 21% berechnet. Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von z.Zt. 19% erhoben.

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