Lot 100. Loden Chogse - "The wisdom of the Herald", an Emanation of Padmasambhava

Sold: € 27 900
Auction date: 21.06.2018   12:15 UTC +01:00
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ID 83500
Lot 100 | Loden Chogse - "The wisdom of the Herald", an Emanation of Padmasambhava
BHUTAN, 1.Hälfte 19. Jahrhundert
Dieses außergewöhnliche und gut erhaltene Thangka entstammt einer Serie von neun Thangkas die den Guru Padmasambhava und seine acht Emanationen zum Thema haben. Die acht verschiedenen Erscheinungsformen des Guru beziehen sich auf sein Wirken durch das er immer neue Entwicklungsstufen erreichte, die sich in seinen jeweiligen Erscheinungen widerspiegelten. Nach dem Padmasambhava an allen Heiligen Stätten Indiens die berühmten Gelehrten aufgesucht und Sutra, Tantra und alle Wissenschaften studiert hatte, erlangte er den Titel "Weisheitsverkünder", als der er in diesem Thangka dargestellt ist. In seiner rechten Methodenhand hält er eine Doppeltrommel (damaru) mit der alle Buddhas, Bodhisattvas und Dakinis herbeigerufen werden. In seiner linken Weisheitshand hält er eine Schale mit Reis, zum Zeichen seines überquellenden Mitleids mit allen Lebewesen. Über dem Guru erscheint Amitabha, als dessen irdische Verkörperung Padmasambhava - nach der Trikaya-Lehre - verehrt wird. Amitabha erscheint hier in dem Aspekt des "Langen Lebens" in Gestalt des Buddha Amitayus, die Vase mit dem Lebenswasser in Händen haltend. In der linken oberen Ecke, auf einem rosafarbenen Lotos, ist Mandarava - nepalischer Abstammung, eine der beiden Lieblingsschülerinnen, in besonders feiner Weise dargestellt. Sie erhielt von Padmasambhava eine Einweihung in die Langlebenspraktiken die er selbst von Buddha Amitayus erhalten hatte. Die gegenüberliegende Ecke zeigt einen der 25 Schüler des Guru, vermutlich Palgyi Yeshe, eine Schädelschale in der Hand haltend. Palgyi Yeshe stand als einer der ersten buddhistischen Mönche besonders eng seinem Guru nahe. Padmasambhava nannte ihn "Sohn meiner Gedanken". Später lebten beide, sowohl Padmasambhava als auch der Schüler, in Bhutan. Die untere rechte Ecke zeigt auf einem schwarzen Pferd mit einer feurigen Mähne eine zornvolle Dämonin von blauer Körperfarbe, schwer bewaffnet mit Pfeil und Bogen, und einem Schwert, neben dem Köcher für den Bogen, am Gürtel hängend. Den Köcher mit den weiteren Pfeilen trägt sie rücklings an ihrer Seite. Die Dämoninnen spielten in Padmasambhavas Leben eine wichtige Rolle, von denen er ständig bedrängt wurde, sie jedoch alle zu besänftigen vermochte, und zum Buddhismus als Schützerinnen bekehrte. Der Jüngling zur Rechten des Guru, in seidene Gewänder gekleidet, bringt dem verehrten Meister einen Päonienzweig mit drei Blüten dar, die wohl auf die "Drei Kleinodien" hinweisen: Buddha, Dharma und Sangha. Tempera und Gold auf Baumwollgewebe; originale Seidensatin-Einfassung, mit traditionell gebatiktem Schutztuch, Holzstäben und Knäufen.

Provenienz: Ehemals aus einer alten deutschen Privatsammlung, in den 1960er Jahren erworben - Vgl. G. - W. Essen/Tsering Tashi Tingo, Padmasambhava - Leben und Wundertaten im Spiegel der tibetischen Bildkunst; DuMont Kunstverlag,Köln, 1991: 29ff, Tafel 4, W. Y. Evans-Wentz, Die Große Befreiung; O. W. Barth Verlag, München PlaneGelbgold 1955 - Minim. Altersspuren

76 x 50(132 x 86)cm

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