paintings 15th -18th century






Bernardino Luini, der um 1481 in Runo in der Lombardei geboren wurde, ist eine bedeutende Persönlichkeit der lombardischen Malschule des 16. Jahrhunderts. Als wichtiges Mitglied der zweiten Leonardo-Bewegung in Mailand trug er zusammen mit Cesare da Sesto und Giampietrino Francesco Melzi zum Wesen dieser Kunstepoche bei. Luinis Weg in die Kunst wurde von seiner Heirat mit Margherita Lomazzo im Jahr 1510 begleitet. Von den vier Söhnen traten Giovan Pietro und Aurelio in die Fußstapfen ihres Vaters und wurden selbst Maler. Luini war stark von Raffael, Melozzo da Forlì und Leonardo da Vinci beeinflusst und verknüpfte Leonardos Techniken geschickt mit seinen eigenen Innovationen. Seine Salome mit der Enthauptung Johannes' des Täufers (Uffizien) ist von Leonardos La Scapigliata inspiriert, während seine Heilige Familie mit dem Johanneskind (Prado) an Leonardos verloren gegangene Originalskizze mit liebevollen Kindern erinnert.
Luinis künstlerische Reise begann mit der umstrittenen, aber bemerkenswerten Madonna mit dem Kind und zwei Heiligen (1507), die heute im Pariser Musée Jacquemart-André ausgestellt ist. Eines seiner bemerkenswerten Werke, die Madonna della Buonanotte, befindet sich im Mailänder Kloster Chiaravalle. Dieses Gemälde diente einem besonderen Zweck: Nach dem Abendgebet wurden die vorbeigehenden Mönche von dem Kunstwerk begrüßt, das ihnen eine friedliche Nachtruhe bescherte. In späteren Jahren konzentrierte sich Luini auf die Freskomalerei. Vor allem seine fesselnden Darstellungen der Kreuzigung in der Kirche Santa Maria degli Angioli in Lugano und die kleinformatige Kreuzigung in San Nazario in Dino, einem Ortsteil von Sonvico, sind berühmte Meisterwerke, die sein Können unter Beweis stellen.
Das Vermächtnis von Bernardino Luini ist ein Zeugnis seiner Meisterschaft in der lombardischen Renaissancekunst. Seine Verschmelzung von Leonardos Einfluss mit seiner eigenen kreativen Brillanz hinterließ unauslöschliche Spuren in der künstlerischen Landschaft des 16. Jahrhunderts und machte ihn zu einem integralen Bestandteil der zweiten Leonardo-Bewegung in Mailand.



Philips Wouwerman war ein herausragender niederländischer Maler der Barockzeit, der vor allem für seine Jagd-, Landschafts- und Schlachtszenen bekannt ist. Wouwerman erlernte die Malerei wahrscheinlich zuerst bei seinem Vater Paulus Wouwerman und möglicherweise auch bei Frans Hals. Sein Werk zeigt Einflüsse von Jan Wijnants Landschaften und den Szenen italienischen Bauernlebens von Pieter van Laer.
Philips Wouwerman war ein äußerst produktiver Künstler, von dem etwa 800 Werke gelistet sind, von denen jedoch nur ungefähr 570 als authentisch identifiziert wurden. Seine Bilder, die häufig durch dynamische Darstellungen von Pferden und lebhaften Szenen aus dem Alltagsleben charakterisiert sind, wurden in ganz Europa von zahlreichen Nachfolgern und Imitatoren reproduziert. Seine jüngeren Brüder Jan und Pieter galten als enge Nachfolger, wobei Pieter in Bezug auf die Motivauswahl stark von Philips beeinflusst wurde, während Jan sich als eigenständiger Landschaftsmaler hervortat.
Philips Wouwerman heiratete in jungen Jahren Anna Pietersz. van Broeckhoff, mit der er zehn Kinder hatte. Das Paar lebte in Haarlem, wo Wouwerman den Großteil seines Lebens und seiner Karriere verbrachte.
Seine Werke sind in bedeutenden Sammlungen weltweit zu finden, darunter das Rijksmuseum in Amsterdam, das Museum der bildenden Künste in Leipzig, die Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein in Vaduz-Wien, The Minneapolis Institute of Arts, die Staatlichen Museen zu Berlin, die National Gallery in London, das Kunsthistorische Museum in Wien, die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden und das Museo Nacional del Prado in Madrid.
Für Sammler und Experten der Kunst und Antiquitäten bietet das Studium von Wouwermans Werk einen tiefen Einblick in die Vielfalt und Qualität der niederländischen Barockmalerei. Seine detailreichen und lebendigen Kompositionen sind ein faszinierendes Studienobjekt und bleiben ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes.
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Balthasar Paul Ommeganck war ein herausragender flämischer Maler von Landschaften und Tieren. Durch seine Arbeit als Künstler und Lehrer sowie als Gründer von Kunstinstitutionen gab er der Landschaftsmalerei in den Niederlanden wichtige Impulse.
Balthasar Paul Ommeganck war nicht nur für seine erfolgreichen Werke bekannt, die hohe Preise erzielten, sondern auch für seine detaillierte Naturbeobachtung. Er kombinierte in seinen Werken das Licht der niederländischen italienisierenden Maler des 17. Jahrhunderts mit genauer Naturbeobachtung und schuf so eine Synthese aus Realismus und idealisierter Naturdarstellung. Seine bevorzugten Motive waren hügelige Landschaften, die er hauptsächlich auf Holztafeln malte.
In seiner Karriere passte sich Balthasar Paul Ommeganck den neuen politischen Bedingungen der französischen Besatzung gut an. 1796 wurde er Professor an der Akademie der Schönen Künste in Antwerpen und war an der Gründung dieser Institution beteiligt. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter in den Pariser Salons und in Kunstsalons in Brüssel und Antwerpen.
Bemerkenswert ist auch sein Beitrag zur Wiedererlangung der während der französischen Besatzung gestohlenen Kunstwerke. 1815 wurde er Mitglied des königlich-niederländischen Instituts und Ritter des Ordens des belgischen Löwen.
Balthasar Paul Ommegancks Werke sind in mehreren Museen zu sehen, darunter im Louvre in Paris, im Museum der Schönen Künste von Lyon und im Victoria and Albert Museum in London.
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