ID 196282
Lot 459 | Marx doesn't believe in Tears
Valeur estimée
€ 15 000 – 20 000
Provenienz:
- Galerie Alexander Ochs, Berlin
- Privatsammlung Berlin
Literatur:
- Vgl. Bischoff, Stephanie/Taschen, Angelika: Living in China, Taschen Verlag, Köln 2007, S. 52
Wang Mai
Der chinesische Gegenwartskünstler Wang Mai gehört zu den bekanntesten Künstlern der aktuell mittleren Generation. Sozialisiert durch die chinesische "Neue Welle 85 Bewegung", in welcher die Künstlerszene Chinas eine provokative und konzeptuell zeitgenössische Ausrichtung fand, entwickelt er seinen eigenen Werkkosmos von Skulptur über Installation bis hin zur Malerei. In seiner Arbeit stellt er Bezüge zwischen der dynastischen Tradition und der westlichen modernen Lebensweise her, welche er mit Mythologie und fantastischer Narration paart. Mit der typisch kritischen, künstlerischen Distanz der durch das Tian'anmen Massaker geprägten Pekinger Generation transportiert er in seinem grotesk-surrealen Stil oft globale politische Themen wie z.B. Kapitalismus- oder Regimekritik, welche durch den Betrachter aber nur unterschwellig wahrgenommen werden. So wird auch in dem Bild "Marx doesnt's believe in Tears" die beliebte chinesische traditionelle Tierdarstellung des Tigers, Kraft und Macht verkörpernd, mit dem Sendemast (Staatsüberwachung) und dem Atom-Symbol (atomares Rüstungsprogramm Chinas) auf eine neue Bedeutungsebene gehoben. Der Titel des Bildes suggeriert ebenfalls die einflussreiche Machtstellung der kommunistischen Idee gegenüber dem Volk, welche aber nur unterbewusst im Bild vermittelt wird. So entzieht sich Wang Mai in seinen comic-haften kitschig wirkenden Verfremdungen einer direkten Inanspruchnahme und vieles bleibt gewollt nicht zu entschlüsseln.
Wang Mai genießt internationale Bekanntheit. Viele Einzelausstellungen in China aber auch Gruppenausstellung in deutschen Museum, wie z.B. im ZKM, Karlsruhe (2007) oder im Zuge der China 8 Ausstellung im Lehmbruck Museum, Duisburg (2015), bestätigen seinen Erfolg. Seine Werke wurden auch auf der Biennale von Peking (2009), der Shanghai Biennale (2010) und der Curitiba Biennale (2017) präsentiert. Wang Mai lebt und arbeitet in Peking, China
| Catégorie maison de vente aux enchères: | Peintures contemporaines, dessins, aquarelles |
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| Catégorie maison de vente aux enchères: | Peintures contemporaines, dessins, aquarelles |
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| Adresse de l'enchère |
VAN HAM Kunstauktionen GmbH Hitzelerstr. 2 50968 Köln Allemagne | ||||||||||||||
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