Emil Krausz (Krauss)

Лот 1738
AuctioneerKunstauktionshaus Schloss Ahlden GmbH
Место проведенияГермания, Ahlden(Aller)
Комиссия25.0%
ID 1566720
Лот 1738 | Emil Krausz (Krauss)
Оценочная стоимость
€ 28 000 – 56 000
Emil Krausz (Krauss)
(1897 St. Pölten - 1930 Paris)
"Pandora". Originaltitel
Krausz wählte für seine „Pandora“ eine Komposition im schmalen Hochformat und zeigt die stilisierte mythologische Figur mit ernstem Blick im Halbprofil, die geschlossene Büchse mit beiden Händen vor sich haltend. Während ihr dunkler, langer Mantel fast unmerklich mit dem Hintergrund verwoben ist, leuchtet ihr Kleid in himbeerroten und blauen Tönen ebenso stark heraus wie ihr Inkarnat und das Gold der geschmückten Büchse sowie das breite, goldene Revers mit besticktem Zickzackmuster und goldenen Paspeln an den Ärmeln. Stil und Motiv des Gemäldes deuten auf ein frühes Werk des Künstlers hin, der hierin u. a. von den Symbolisten und Präraffaeliten (wie Dante Gabriel Rosetti und John William Waterhouse) inspiriert wurde, für welche die Pandora eines ihrer favorisierten Themen war. Stilistisch beeinflusst haben dürften ihn hingegen Franz von Stuck und noch mehr die Künstler der Wiener Secession, insbesondere Gustav Klimt, wie es durch die dominanten Goldpartien augenfällig ist. Emil Krausz begann im Alter von 15 Jahren sein Malerei-Studium an der Landeskunstschule Graz und hielt sich 1913 für sechs Monate in der Künstlerkolonie Dachau auf; 1914 begann er sein Studium an der Wiener Akademie bei dem Symbolisten Rudolf Jettmar (Malerei und Radierung), der 1898 in die Wiener Secession aufgenommen worden war und auch für die bedeutende Jugendstil-Zeitschrift "Ver Sacrum" gearbeitet hatte. Nach seinem Dienst im I. Weltkrieg von 1915-1918 setzte er sein Studium an der Wiener Akademie fort und wurde Meisterschüler von Ferdinand Schmutzer. Anfang der 1920er Jahre ging Krausz nach Berlin und studierte für ein Jahr als Schüler bei Alexander Archipenko. 1921 erhielt er die Goldene Füger-Medaille. 1923-1928 lebte Emil Krausz vorwiegend auf Sizilien, wo er Landschaften malte. 1925 wurde er Mitglied der zwei Jahre zuvor gegründeten „Grazer Sezession“ und beteiligte sich seitdem an deren Ausstellungen. 1928 gewann Krausz den Österreichischen Staatspreis für das Ölgemälde „Die Bucht von Termini“. Im selben Jahr zog Krausz in die Kunstmetropole Paris, wo eine äußerst glückliche Zeit und immens produktive Schaffensperiode für ihn begann, bevor ihn eine kurze, schwere Krankheit plötzlich im Mai 1930 aus dem Leben riss. Posthum fanden 1930/31 wichtige Gedächtnisausstellungen in der Galerie Billiet Pierre-Vorm in Paris und in der „Grazer Sezession“ statt, letztere vergab 1933 nachträglich ein Goldene Medaille an ihn. Krausz hinterließ nur ein kleines, nicht minder bedeutendes Oeuvre, viele Werke gingen seit 1930 verloren, insbesondere nach dem sog. „Anschluss“ Österreichs 1938 und der Flucht seiner Witwe, als die Gestapo den seitdem verschollenen, deponierten Nachlass „beschlagnahmte“. Öl (u. Tempera?)/Lwd.: L. u. sign. „E. KRAUS“. Verso betitelt. 120 x 60 cm. Vergoldeter Galerie-Rahmen im Stil der Wiener Secession.
Oil (and tempera?) on canvas. Signed "E. KRAUS". Titled on the reverse.
Адрес торгов Kunstauktionshaus Schloss Ahlden GmbH
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29691 Ahlden(Aller)
Германия
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