ID 1566580
Лот 1598 | Wilhelm Busch
Оценочная стоимость
€ 15 000 – 30 000
(1832 Wiedensahl - 1908 Mechtshausen)
"Herbstlicher Waldrand mit Rotjacke und zwei Kühen". Originaltitel
In äußerst rasanten und kraftvollen Strichen angelegte, der Abstraktion weit angenäherte Landschaftsimpression. Die linke Bildhälfte wird von zwei hoch aufragenden Bäumen und schwarz-grünem Waldesdickicht bestimmt, während rechts unten neben einem dunklen Weidenstamm eine „Rotjacke“ sitzt und zwei Kühe beim Weiden beobachtet. Vor dem hell gehaltenen, bewölkten Himmel erhebt sich sanft ein grünlicher Hügel, auf dem ein brauner Baum wächst. Vermutlich um 1893 und somit auf dem Höhepunkt seines Schaffens entstandene Arbeit Buschs, der seine Gemälde zeit seines Lebens geringschätzig als „kleine Chosen“ bezeichnete, obwohl er an drei der renommiertesten Akademien - Düsseldorf, Antwerpen und München - ausgebildet wurde. Ab 1872 war er in Wiedensahl ansässig, seinem persönlichen, ländlichen Exil, wo er isoliert vom gängigen Kunstbetrieb, autark arbeitete. In den 1880er Jahren beginnt er fokussiert nach der Natur zu malen, wobei der Einfluss der niederländisch-flämischen Maler des 17. Jh. wie Adriaen van Ostade, Adriaen Brower und David Teniers, die er während seiner Antwerpener Studienzeit eingehend kennenlernen durfte, auffallend ist. Dieser spiegelt sich nicht nur in seiner Motivwahl - Busch bevorzugt ländliche und bäuerliche Bildthemen - sondern auch in einer raffinierten Hell-Dunkel-Technik wider. Ein zentrales, immer wiederkehrendes Motiv bilden in diesem Zusammenhang auch die kleinen, kauernden, wie zufällig platzierten „Rotjacken“, die als einsame Selbstprojektionen des Künstlers gelesen werden können - eingebettet in immer temperamentvoller und furioser skizzierten Landschaften, die einen merklichen, expressiven Wandel vollziehen. Während die Motive - Landschaft, Genre, ländliche Interieurszenen - unspektakulär scheinen, richtet er seine Experimentierfreude auf die Oberflächenstrukturen und Farben und begibt sich besonders in seinen nach 1890 geschaffenen Werken an den äußersten Rand des Gegenständlichen, die Schwelle zur Abstraktion wagt er jedoch nicht zu überschreiten - möglicherweise einer der Beweggründe, warum er die Malerei wieder aufgab. Öl/Papier, kaschiert auf Karton, verso mit Echtheitsbestätigung von Hermann Nöldeke (Neffe des Künstlers) „Von Wilhelm Busch (/) als von ihm gemalt (/) erhalten. (/) Hattorf a. Harz, 30.11.(19)28 (/) H. Nöldeke“. Wvz. Gmelin 772. 18 cm x 13,4 cm bzw. 18,7 cm x 14 cm. Rahmen.
Provenienz: Hermann Nöldeke (1928) - Privatbesitz.
Oil on paper, laid down on cardboard. Backsided confirmation of authenticity by the artist’s nephew Hermann Nöldeke, Hattorf 1928. Mentioned in the catalogue raisonné by Hans Georg Gmelin, no. 772.
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